#501 Warum hasst jeder SAP? Was hinter dem Frust auf ERP-Software wirklich steckt | Artikel von Niels Brabandt
Warum hasst jeder SAP? Was hinter dem Frust auf ERP-Software wirklich steckt
Kaum ein Softwarethema löst in Unternehmen so viel Frust aus wie ERP-Systeme, und kaum ein Name steht dabei so sehr stellvertretend für dieses Gefühl wie SAP. Führungsexperte Niels Brabandt widmet sich in der aktuellen Folge seines Leadership Podcasts genau dieser Frage: Warum hassen so viele Menschen ein Stück Software, ohne das ihre Organisation faktisch nicht funktionieren würde? Seine Antwort ist differenzierter, als es der plakative Titel vermuten lässt.
ERP bedeutet Komplexität, kein Buchhaltungsprogramm
Niels Brabandt stellt zunächst klar, was ERP-Software eigentlich ist. Das E steht für Enterprise, also für die Planung großer Organisationen. SAP findet man laut Brabandt weder bei Freiberuflern noch bei Kleinunternehmen, sondern ausschließlich dort, wo Komplexität nicht linear, sondern exponentiell wächst, etwa bei international tätigen Konzernen mit unterschiedlichen Regularien, Arbeitszeitmodellen und Gehaltsstrukturen je Land. Das R steht für Resources, also Ressourcen, das P für Planning. „Es geht darum, von großen Organisationen die Ressourcen entsprechend planen zu können“, so Brabandt.
Ein zentraler Irrtum sei der Vergleich mit Excel. Zwar könne man mit Excel Berechnungen anstellen, doch für eine Bank etwa sei eine editierbare Tabelle als Kontoführung inakzeptabel, es fehle die sogenannte Revisionssicherheit. ERP-Software müsse Änderungen im laufenden Tagesgeschäft zulassen, ohne dass Daten manipuliert oder gelöscht werden können. „Bitte vergleichen Sie SAP nie wieder mit Excel“, bringt Brabandt es auf den Punkt.
Kein Standardprodukt, keine Selbsterklärung
In der Praxis zeige sich schnell, warum Frust entsteht. Es gebe kein Standardprodukt, das für Mercedes, Porsche, Siemens, Miele oder Airbus gleichermaßen passt, jede Organisation benötige umfangreiche Anpassungen. Ein Satz, den Niels Brabandt von einem Manager wörtlich gehört hat, bringt für ihn ein zentrales Missverständnis auf den Punkt: „SAP-Training streichen wir, SAP ist doch selbsterklärend.“ Tatsächlich laufe SAP in jedem Unternehmen anders, selbst innerhalb derselben Branche. Wer Menschen nicht ausreichend qualifiziert, riskiert nach seiner Erfahrung genau den Frust, der dem Produkt oft zu Unrecht allein zugeschrieben wird.
Hinzu komme eine berechtigte Kritik an manchen Softwareanbietern: Produkte würden teilweise als Halbfertigprodukte ausgeliefert und gemeinsam mit dem Kunden weiterentwickelt, während der Anbieter das so gewonnene Wissen anschließend an andere Kunden weiterverkaufen darf. „Das ist schon etwas, was ich für schwierig halte“, sagt Brabandt dazu offen.
Der Trick, der wirklich hilft: Floorwalker statt Ticket-System
Als besonders wirkungsvolle Maßnahme beschreibt Niels Brabandt das Konzept der sogenannten Floorwalker, das er aus seinem aktuellen Mandat als Interims-Manager in einem SAP-Projekt kennt. Statt Mitarbeitende nach einer zweitägigen Schulung mit der Aufforderung „Ticket bei der IT aufmachen“ allein zu lassen, stehen vier Wochen lang pro Etage geschulte Ansprechpersonen bereit, die Probleme direkt vor Ort lösen oder gezielt an die IT weiterleiten. Diese Investition zahle sich messbar aus. Für die Übergangszeit werde gemeinsam Wissen und Erfahrung aufgebaut, statt bei jeder neuen Version wieder bei null zu beginnen.
Warum ERP kein reines IT-Projekt ist
Ein wiederkehrender Fehler ist laut Niels Brabandt, ERP-Projekte allein der internen IT zu überlassen. Er vergleicht das mit der Vorstellung, für Elektrik-, Sanitär- und Malerarbeiten im eigenen Haus einen einzelnen Allrounder statt Fachleuten zu engagieren: „Diese ganzen Spezialleute, alle viel zu teuer, ich schicke Ihnen so einen Allrounder, der kann von allem ein bisschen.“ Interne IT sei für das Tagesgeschäft da, nicht für die hochspezialisierte Umstellung auf ein neues ERP-System. Genau dafür brauche es externe Professional Services.
Ebenso entscheidend sei die aktive Einbindung der Führungsebene. In dem Projekt, das Brabandt aktuell begleitet, wurden Vorstände, Führungsebenen, Abteilungsleitungen und die späteren Nutzenden von Beginn an eingebunden, überwiegend auf freiwilliger Basis. „Führung und IT sind im Endeffekt zwei große Punkte, die hier aktiv mitarbeiten müssen“, so Brabandt. Werde ERP allein als IT-Thema behandelt, während sich die Führungsebene heraushält, sei der Frust in der Organisation vorprogrammiert.
Was das für Entscheider bedeutet
Die Botschaft von Niels Brabandt an Entscheiderinnen und Entscheider ist eindeutig: Der Hass auf SAP und vergleichbare ERP-Systeme ist selten ein reines Softwareproblem, sondern meist die Folge unzureichender Schulung, mangelnder Unterstützung im Tagesgeschäft und fehlender Führungsbeteiligung. Wer stattdessen in professionelle Begleitung, kontinuierlichen Wissensaufbau und echte Einbindung von Führung und Mitarbeitenden investiert, kann laut Brabandt spürbar bessere ERP-Projekte umsetzen. „Dann werden auch Ihre ERP-Projekte besser“, resümiert er. „Und vielleicht haben Sie jetzt auch ein bisschen mehr Verständnis dafür, warum eventuell einige so komplex sind.“
Niels Brabandt
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Das Transkript zum Videocast und Podcast finden Sie im Anschluss an diesen Artikel.
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Podcast und Videocast Transkript
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Heute reden wir über SAP. Ich weiß, einige denken jetzt: "Ich wollte eh gerade abschalten", und sagen dann: "Tschüss." Einige sagen: "Um Himmels willen, wie kommt dieser Mensch jetzt auch gerade auf SAP?" Genau, wir sprechen über das, was jetzt gerade an Reaktionen kommt. Warum hassen eigentlich alle, oder zumindest sehr viele Menschen, SAP? Wie kann es sein, dass so viele Menschen sagen: "SAP nein danke, irgendwie nicht"? Und deswegen müssen wir schauen: Woran liegt das, was ist dazu der Hintergrund, und vor allen Dingen: Warum geht uns das im Endeffekt auch alle etwas an?
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Das eine ist ja erst mal klar: Wenn wir über SAP sprechen, wir sprechen bei SAP über sogenannte ERP-Produkte. Falls jemand "ERP" noch nicht gehört hat, weil viele haben so gesagt: "Ja, SAP ist doch was wie Buchhaltung, oder?" Also auch, aber eben bei weitem nicht nur. ERP sind 3 Buchstaben. Das E steht für Enterprise, damit ist schon mal eins klar: Es geht hier um die Planung von größeren Firmen. SAP wird man nicht finden in kleineren Mittelständlern, SAP wird man nicht finden bei Freiberuflern, SAP wird man nicht finden bei Kleinfirmen.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und deswegen: In der Sekunde—und jetzt müssen wir eins doch mal ganz ehrlich sagen—wenn ihr oder sie jetzt in einem Bereich sind, wo man sagt, der hat eine hohe Komplexität, der ist sehr eng verzahnt mit vielen anderen, wenn dann jemand sagen würde: "Wie halten Sie das eigentlich? Möchten Sie gern so eine einfache, so eine Excel-Tabelle vielleicht haben?" Würde auch in Excel gehen, oder? Dann würden Leute schon sagen: "Na ja, aber die Frage ist ja: Wie sicher ist das?" Und genau darüber müssen wir eben auch sprechen. Also erst mal: Wir müssen von vornherein feststellen, wir sprechen über ein Produkt mit einer gigantischen Komplexität.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Das zweite ist: Das R steht für Resources, also für Ressourcen. Und wenn ich jetzt sagen würde: "Welche Ressourcen brauchen Sie?" Dann wird jeder relativ schnell sagen können: "Welche Ressourcen braucht man?" Dann sagen sie eventuell: "Ja, wir verkaufen Schraubensysteme, dazu brauchen wir halt Lieferanten, die stellen aus entsprechenden Materialien Schrauben her, wir haben dann Verpackung, bei uns wird das Ganze verpackt, und dann geht das Ganze raus." Okay, das klingt ja erst mal ganz gut. Und wenn ich sage: "Wie wird denn bei Ihnen Vertrieb gemacht?" "Oh ja, da haben wir ein Vertriebsteam, und da haben wir Online-Marketing, und natürlich..." Das muss ja auch sein: "Mhm, und Ihr Vertriebsteam ist jetzt nur in diesem Land?" "Nein, das haben wir in verschiedenen Ländern." "Und die kriegen alle gleich viel Gehalt?" "Nein, das kommt nach Land und..."
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und jetzt kommen wir genau zu dem Punkt: Es gibt gewisse Softwareprodukte, wie zum Beispiel SAP, die können diese Komplexität des Produktes auffangen. Und natürlich, wenn die Komplexität steigt, wenn ich nur so was sage wie: "Sie haben Produkte, die werden länderübergreifend verkauft, in verschiedensten Organisationen, mit verschiedensten Regulatoriken, mit verschiedensten Ansätzen zu Arbeitszeiten, Umgang mit Mitarbeitenden, Gehaltsstrukturen, Provisionsmodellen und, und, und...", dann wird es nicht weniger komplex. Und das möchten Sie aber jetzt, jetzt wichtig: Sie möchten ja nicht sagen: "Wir leben so in den Tag rein und mal gucken, ob am Ende eine gute Firma bei rauskommt." Sie werden jetzt sagen: "Nee, da muss am Ende schon was bei rauskommen, was irgendwie auch funktioniert." Und nicht ungefähr, sondern sehr, sehr genau funktioniert. Das müssen wir auch gut planen können, und dafür steht das P, das Planning.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Also, es geht darum, von großen Organisationen die Ressourcen entsprechend planen zu können. Das ist die Aufgabe von zum Beispiel SAP, oder auch Navision, oder Dynamics, oder was auch immer Sie in Ihrer Organisation gerade einsetzen. Und jetzt kommt der Punkt, warum viele Leute sagen: "Ich mag dieses Produkt Software nicht so wahnsinnig gerne." Das erste, was wir haben, wenn wir in die Realität schauen, ist: Wenn wir jetzt sagen: "Gut, die Realität kommt jetzt, wir müssen das Ganze einsetzen", dann sagen Leute: "Ja, Moment, aber es ist ja so, dass in der Realität ganz oft Dinge angepasst werden müssen. Wie wird es auf uns denn angepasst?" Und das ist der erste Punkt: Es gibt kein Standardprodukt.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Wenn ich jetzt sagen würde: "Sie haben Mercedes, Porsche, Siemens, Miele, General Motors und eventuell noch andere Konzerne, Airbus, nehmen Sie, was Sie wollen, machen Sie mal eine Software", dann würden Leute sagen: "Ja, das geht ja gar nicht. Das ist ja... das sind ja völlig unterschiedliche... das sind ja völlig unterschiedliche Produkte." Ja, und genau da entsteht der Punkt. Und wenn jetzt Leute sagen: "Ja, Moment, aber wir haben ja auch Excel, und Excel klappt ja auch in jeder Branche." Und diese Fehldenke, die ist leider sehr, sehr präsent. Excel ist ein Tool, damit kann man gewisse Berechnungen machen.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Wir sehen uns mal Folgendes an: Wir nehmen an, Sie sind eine Bank. Und jetzt sage ich: "Sie können doch Ihre Kontoführung in Excel machen." Dann wird irgendjemand sagen: "Nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee." Also, es könnte ja dann jemand in eine Excel-Tabelle reingehen und meinen Kontostand verändern. Das wäre ja Betrug, oder Geld bei mir wäre weg. Richtig. Das heißt, wir sprechen hier über eine sogenannte revisionssichere Software. Also eine Software, die nebenbei so was wie neue Technologien wie KI mittlerweile auch beinhaltet, bei S/4HANA. Dann ist es so, dass da alles so revisionssicher sein muss, dass egal wo was geändert wird, das Tagesgeschäft muss funktionieren, und zwar fließend, während gleichzeitig alle ändern müssen, wenn sie was ändern wirklich müssen. Also alle müssen ändern können, was eben geändert werden muss, aber keiner darf irgendwie schummeln, dass irgendwas verschwindet. Und jetzt bitte vergleichen Sie SAP nie wieder mit Excel.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Eins allerdings ist auch klar, und das ist ganz entscheidend: Wenn ich höre—und diese Aussage ist mir letztens von einem Manager wortwörtlich gesagt worden, der mir sagte: "Ja, SAP-Training streichen wir." Denn: Festhalten, SAP ist selbsterklärend.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Also, ich weiß ja nicht, mit welchem SAP Sie gearbeitet haben. Und ich bin nun selber, ich bin selber gerade Internal Manager in einem SAP-Projekt, da bin ich Resource Manager. Das heißt, ich kümmere mich vor allen Dingen um das Projektmanagement, ich bin kein SAP-Experte an sich. Aber wenn Sie mit SAP arbeiten, wenn Sie in 5 verschiedene Banken gehen, dann haben Sie 5 Mal zwar SAP, aber jedes Mal laufen Dinge anders. Wenn Sie in 5 größere Schraubenfirmen gehen, und die haben 5 Mal SAP, dann wird es 5 Mal anders aussehen. Sie müssen die Menschen qualifizieren.
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In der Sekunde—und das ist einer der Hauptpunkte, warum Menschen SAP hassen—die sagen halt: "Ja, es kommt eine neue Version von SAP." Da gab es einmal eine kurze Schulung, 2 Tage, danach Pech gehabt. Und wenn jemand sagt: "Aber ich habe hier noch Themen..." "Ja, machen Sie ein Ticket bei der IT auf." "Ja, aber ich brauche die Fähigkeiten..." "Ja, dann müssen Sie da anrufen." "Ja, die kennen das aber selber ja gar nicht so gut..." "Ja, da müssen Sie sich irgendwie durchklicken." "Sie, Sie schaffen das schon." Und das, das nervt halt Leute.
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Und leider auch eins—und das muss ich ganz klar sagen, wenn wir schon über Fortbildung sprechen: Leider—und das wird immer wieder auch als Vorurteil genannt, wobei ich sagen muss: Leider ist es nicht immer Vorurteil—wenn Leute sagen: "SAP stellt halbfertige Produkte dem Kunden hin, und dann entwickelt man das zusammen weiter." Wobei SAP dann ja mit dem Wissen hausieren geht und das woanders auch weiterverkaufen darf. Und leider habe ich diese Erfahrung in dem ein oder anderen Teil, zum Teil, direkt oder indirekt, eben auch gemacht. Dass man eine Software hinstellt und man sagt: "Ja, die ist jetzt ungefähr fertig." Und dann entwickelt man die gemeinsam weiter, während dann bereits vorher vereinbart wurde, dass man sowohl die Consultants bezahlt von dieser Firma, als auch das fertige Produkt nachher rausgibt für andere. Das ist schon etwas, was ich für schwierig halte.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und eben auch ein Punkt, dass eben—wenn wir in die Wissenschaft schauen—die Kundenzufriedenheit von vielen, nicht nur SAP, SAP, Navision, Dynamics, bei ERP-Produkten ist oft die Kundenzufriedenheit nicht übermäßig hoch. Weil Leute halt sagen: "Es ist immer zu wenig Support da, es sind immer mehr Änderungen, es wird immer anstrengender, immer nerviger, und die Schulungen werden immer teurer." Da müssen auch die Anbietenden zukünftig schauen: Wie möchte man sich da in Zukunft entsprechend dann auch aufstellen?
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und deswegen ist wichtig bei der Umsetzung: Wenn wir das Ganze jetzt angehen, dann ist dabei immer wichtig das Erste: Sobald jemand sagt, "Wir haben irgendwo ein ERP-System", völlig egal von welcher Herstellerseite, dann müssen wir eins immer als Erstes sehen: Wenn da irgendjemand sagt, "Das macht unsere interne IT alleine, es tut mir leid", dann sind Sie auch selbst schuld. Das wäre, als wenn jemand sagen würde: "Wissen Sie, Sie haben was in Ihrem Haus, Sie haben ein bisschen was, so ein paar Klempnerarbeiten, und Sie haben ein paar Stromarbeiten, und ja, Sie haben ein bisschen was mit Teppichboden auch, ein bisschen was mit Wänden und Beton, ein bisschen was mit Scheiben." "Aber wissen Sie, diese ganzen Spezialleute, alle viel zu teuer." Ich schicke Ihnen so einen Allrounder, der kann von allem ein bisschen.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und wissen Sie, Ihre IT intern ist genau dafür gemacht, dass das Tagesgeschäft funktioniert. Natürlich hat man auch da Spezialisierungen bis zu einem gewissen Grad, aber niemals so tief wie Organisationen, die selber professionell solche SAP-Umstellung, Programmierung und so weiter auch durchführen. Und deswegen natürlich: Wenn Sie jetzt sagen, "Sie machen was mit SAP, Sie machen was mit ERP-Software", dann brauchen Sie dazu auch Professional Services, die entsprechend dann auch den Leuten helfen.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Also mal so ein Beispiel: Wir haben nicht nur eine externe Beratungsfirma bei dem Interessenmandat, wo ich bin, die gewisse Dinge tun, andere machen wir wiederum selber. Wir haben auch sogenannte Floorwalker, die extrem gut ankamen. Das heißt, da sind Leute auf jeder Etage von dieser Unternehmung, und die sind für nichts anderes da, außer Leute bei ihren SAP-Problemen zu helfen. Die sind 4 Wochen lang da. 4 Wochen lang sind die immer—also wir haben 2 pro Etage. Und die einzige Aufgabe, die die haben, ist: Die haben eine Rufnummer, da können Leute anrufen, und wenn die anrufen, kommen die zu denen ins Büro und lösen mit denen das Problem. Oder wenn das nicht lösbar ist, sagen die: "Hey, da müssen wir noch dran arbeiten, das nehme ich direkt mit zur IT und werde es da direkt platzieren." Nicht mit "mach mal ein Ticket auf". Es wird alles gemacht. Und das ist ein ganz—oder es wird eben gesagt: "Mach ein Ticket auf, ich ergänze es dann." Das geht natürlich auch.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
So, das heißt also im Klartext: Wir werden hier gemeinsam Wissen und Erfahrung aufbauen. Denn wenn Sie jetzt sagen, "Sie bauen weder Wissen noch Erfahrung auf", dann sagen Leute irgendwann: "Jedes Mal, sobald ich nur ERP höre, habe ich im Endeffekt schon keine Lust mehr, wenn es losgeht." Und dann dürfen Sie sich bitte auch nicht wundern, wenn Menschen sagen: "Lass mich doch mit dem Thema einfach bitte in Ruhe." Und vor allen Dingen ein ewiges Vorurteil, was leider auch teilweise stimmt, dass Leute halt sagen: "Kaum funktioniert eine Version mal und läuft schon, wird die abgekündigt und kommt die nächste." Und dann fängt alles wieder von vorne an.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Das natürlich auch noch im Livebetrieb. Und dann wird am besten umgestellt zum Jahresende, wo alles ja passen muss, und zum Jahresanfang, wo der Jahresabschluss fertig sein muss. Und da ändern wir die Software in einer Klasse, das freut uns doch jeden Tag wieder. Das muss zukünftig besser werden. Und das können Sie mit entsprechenden externen Firmen. Und wichtig ist hier: Ich bin zwar Internal Manager, bin aber kein SAP-Experte, deswegen: Ich verkaufe hier keine eigene Dienstleistung. Tatsache aber ist: Sie müssen sich dort besser aufstellen.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Der Hass auf solche ERP-Softwareprodukte kommt vor allen Dingen auch daher, dass Leute sagen: "Wir werden zu wenig ausfachweitergebildet, es ist ein reines Chaos, und wir bekommen immer wieder Plattitüden wie: 'Du schaffst das schon, wir unterstützen dich, wo wir können, aber nicht mit mehr Zeit, mehr Geld, mehr Personal, mehr so moralisch. Viel Glück ab hier.' Oder eben: 'Sich totstellen muss irgendwie gehen.'" Das macht Leute wahnsinnig. Das treibt Menschen zur Weißblut.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und deswegen ist wichtig: Wenn Sie jetzt sagen, "Das ist ein IT-Projekt", nein, es ist kein IT-Projekt. Wir haben bei dem Projekt, wo ich gerade Internal Manager bin, die Vorstände, die Führungsebenen, die Abteilungsleitungen, die Mitarbeitenden, auch die Betroffenen, die Benutzenden, von Anfang an eingebunden. Und zwar nicht auf Zwang, sondern erst mal auf freiwilliger Basis. Und bis auf 2 Fälle klappte es überall mit Freiwilligkeit. Bei 2 Fällen mussten wir sagen: "In der Abteilung möchte scheinbar niemand, dann muss jetzt jemand benannt werden."
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Aber Tatsache ist: Führung und IT sind im Endeffekt 2 große Punkte, die hier aktiv mitarbeiten müssen. Man darf bei ERP-Projekten nicht sagen: "Das macht schon die IT und nach mir die Sintflut." Das funktioniert nicht. Wenn Sie es hingegen so machen, wie wir es hier gerade skizziert haben, dann werden auch Ihre ERP-Projekte besser. Und vielleicht haben Sie jetzt auch ein bisschen mehr Verständnis dafür, warum eventuell einige so komplex sind. Ab hier wird es dann auch besser, auch in Ihrer Organisation. Ich wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und wenn Sie jetzt sagen: "Ja, Moment, da haben wir ein paar Fragen zu", sehr gerne, kontaktieren Sie mich gerne entsprechend. Wenn Sie mir gerade auf YouTube zuschauen: Gerne ein Like dalassen, gerne auch den Kanal abonnieren oder einen Kommentar dalassen. Ich freue mich jederzeit hier auf Diskussionen. Wenn Sie mir gerade auf Apple Podcasts oder Spotify zuschauen: Gerne auch da entsprechend 5 Sterne dalassen, ich freue mich jederzeit über jede Bewertung.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Wir hatten jetzt diese Woche gerade, sind wir in den Top 15 in Luxemburg gelandet, wo ansonsten die großen Publikationen unterwegs sind, gerade im Finanzbereich. Wir in den Top 50, hätte ich nie gedacht. Vielen Dank auch dafür, den Support. Die Rankings sind also weiterhin sehr stabil, sehr gut. Dafür wiederum erneut vielen Dank. Gerne da auch diesen Kanal entsprechend weiterempfehlen. Freundschaft, Bekanntschaft, Kollegenschaftskreis, online wie offline. Bei Postings mich gerne auch drin taggen, dann kommentiere ich da auch gerne drunter, ich freue mich da jederzeit.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und natürlich, wichtig: Unsere YouTube Shorts. Ich hatte ja versprochen, wir haben jeden Tag einen Führungstipp seit Jahresbeginn, daran habe ich mich auch gehalten. Mittlerweile liegen wir deutlich vor dem Ziel. Also von daher entsprechend sehr gerne entsprechend auch unseren YouTube-Kanal nicht nur abonnieren, sondern die kleine Glocke setzen, dann gibt es eine ganz kleine Hinweisinfo, sobald was Neues online ist, dann verpasst man entsprechend auch nichts. Und wie immer gilt: Alles ist hier Inhalt, wir machen generell keine Werbung.
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Wichtig ist dazu auch logischerweise: Können Sie mir folgen auf Apple Podcasts oder Spotify, ich freue mich da auch da jederzeit, wenn Sie dann dabei sind. Und natürlich gerne auch, wenn Sie jetzt sagen: "Mensch, wir brauchen was sehr Konkretes, wir brauchen einen Trainer, einen Berater, einen Coach, jemand, der vorträgt, einen Consultant, einen Mentor, ein Projekt, einen Internal Manager." Gerne mal auf meine Webseite gehen, nb-networks.biz, oder direkt eine Anfrage schicken. Oder einfach so zum Diskutieren mich per Mail kontaktieren, nb@nb-networks.com. Ich freue mich da jederzeit das Sprechen von Ihnen zu hören.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und natürlich, wenn Sie jetzt sagen: "Gibt es auch Live-Sessions?" Ja, die gibt es auch. Wenn Sie gehen auf expert.nb-networks.com, da einmal die E-Mail-Adresse eintragen, dann bekommen Sie nur eine einzige E-Mail, jeden Mittwochmorgen, 100% Inhalt, garantiert blabelfrei. Ich freue mich da jederzeit entsprechend von Ihnen zu hören. In dieser E-Mail sind alle Zugänge drin für sämtliche Artikel, für sämtliche Videocasts, Podcasts, alles ohne Paywall. Woanders müssen Sie bezahlen, über diesen Weg ist es komplett ohne Berechnung. Also von daher freue ich mich, da Sie entsprechend auch zu begrüßen.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Und wir haben mindestens einmal im Monat eine Live-Session, die ist auch direkt mit Link dort entsprechend dann in der E-Mail versehen. Datum, Uhrzeit, Link ist dort drin. Dann können Sie da direkt draufklicken, dann können wir Live-Sessions machen. Da können Sie Live-Fragen und Antworten entsprechend bekommen zu jedem Thema, was wir hier thematisch entsprechend auch behandeln. Und um zu, also alles auch, was drum herum liegt in Sachen Personalentwicklung, Organisationsentwicklung etc. pp.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Wichtig hierbei natürlich: Wenn Sie jetzt sagen, "Wir möchten gerne mal so eine Live-Session haben, aber wir sind eine Gruppe in meiner Firma, brauchen das mehr vertraulich, mich gerne kontaktieren, dann machen wir eine eigene Session aus." Das klappt auch jederzeit. Und natürlich am Ende ist eins immer wichtig: Sie können mir auch jederzeit gerne auf Social Media folgen, gerne sich mit mir auf LinkedIn vernetzen, gerne auch ein Follow dalassen auf Instagram oder ein Like auf Facebook, gerne auch den Kanal abonnieren auf YouTube.
Niels Brabandt EMBA MBA MSc
Das Wichtigste bleibt aber immer das, was ich ganz zum Schluss sage, nämlich anwenden, anwenden, anwenden von dem, was ich hier gesagt habe. Denn nur wenn Sie anwenden, was ich hier erzählt habe, dann werden Sie die positiven Aspekte sehen, die Sie jetzt hier gehört haben und die auch Sie in Ihrer Organisation haben wollen. Kontaktieren Sie mich jederzeit gerne, ich beantworte jede Nachricht binnen 24 Stunden. Von daher bleibt mir zum Ende des Podcasts genauso wie zum Ende des Videocasts noch eins zu sagen, nämlich: Vielen Dank für Ihre Zeit.