#503 Wenn Meinung keine Tatsache ist: Der richtige Umgang mit Fehlinformation | Artikel von Niels Brabandt

Wenn Meinung keine Tatsache ist: Der richtige Umgang mit Fehlinformation

Fehlinformationen gibt es, seit es Kommunikation gibt, und mit dem Internet wird das Problem nicht kleiner. Was diese Folge auslöste, ist ein Satz, den man eigentlich nie hätte sagen müssen: In den USA sterben zum ersten Mal seit 35 Jahren wieder Kinder an Masern. Eine Krankheit, die die Medizin längst besiegt hatte, fordert erneut Todesopfer, weil Eltern ihre Kinder auf Basis unbelegter Behauptungen nicht mehr impfen ließen. Für jede Führungskraft sollte das Grund genug sein, Fehlinformation nicht als abstraktes Kulturthema abzutun, sondern als konkretes Risiko für die eigene Organisation zu behandeln.

 

Ein Warnsignal, das wir nicht ignorieren dürfen

Fehlinformation entsteht nicht immer aus böser Absicht. Menschen missverstehen Daten, interpretieren sie falsch oder geben etwas wieder, das sie irgendwo aufgeschnappt haben. Das ist normal und korrigierbar. Kritisch wird es, wenn eine Behauptung, ob absichtlich verbreitet oder nicht, Zulauf gewinnt. Wer heute noch ernsthaft behauptet, der Mond sei nur eine Projektion an den Himmel, zeigt vor allem eines: dass Meinung und Fakt in seinem Weltbild längst nicht mehr zu unterscheiden sind.

 

Meinungsfreiheit endet nicht bei Fakten

Jeder hat das Recht auf seine Meinung, innerhalb der gesetzlichen Grenzen. Hassrede und faschistische Äußerungen sind keine Meinung, sie sind von der Meinungsfreiheit nicht gedeckt. Und selbst innerhalb dieser Grenzen gilt: Eine Meinung ist kein Fakt. Wer eine Behauptung aufstellt, steht in der Beweispflicht, nicht die Menschen, die ihr widersprechen. Die Aufforderung, die eigene Recherche selbst zu machen, ersetzt keinen Beleg, sie ist eine Ausrede.

 

Wer eine Behauptung aufstellt, muss sie belegen

Hier zeigt sich der entscheidende Unterschied zwischen Diskussion und Verantwortungslosigkeit. Wer eine wissenschaftliche Behauptung aufstellt, muss die Faktenlage liefern, in wissenschaftlicher Qualität, nicht aus einer beliebigen Quelle. Und auch bei vermeintlichen Belegen lohnt sich Quellenkritik: Stammt die Information von einer neutralen wissenschaftlichen Stelle, oder von einem Akteur mit eigenem Interesse an der Botschaft? Ein vielzitiertes Beispiel ist ein Artikel eines großen Wirtschaftsmediums, der behauptete, eine Pizza-Party motiviere mehr als eine Gehaltserhöhung, veröffentlicht ausgerechnet in einer Phase, in der Arbeitgeber Gehaltsforderungen abwehren wollten. Wer die Quelle kennt, kann die Aussage entsprechend einordnen.

 

Erfahrung und Wissenschaft gehören zusammen

Wissenschaftliche Evidenz ist wichtig, praktische Erfahrung ebenso. Eine Person, die dreißig Jahre am Stahlkocher steht und jede Schraube der Anlage kennt, hat ebenso Wertvolles beizutragen wie jemand mit frischem Doktortitel und reiner Theorie. Beide Seiten müssen zusammengeführt werden, keine darf die andere von oben herab behandeln. Wer selbst nicht aus privilegierten Verhältnissen kommt, wie viele erfolgreiche Menschen, weiß, dass Bildung zugänglich gemacht werden muss, nicht vorausgesetzt werden darf.

 

Was Organisationen jetzt tun müssen

Die entscheidende Aufgabe jeder Organisation ist die kontinuierliche Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden. Wer seine Leute nicht befähigt, Quellen kritisch zu bewerten, darf sich nicht wundern, wenn Fehlinformation sich in der Belegschaft festsetzt und irgendwann der eigenen Organisation schadet, ob beabsichtigt oder nicht. Klare Arbeitsanweisungen, konsequente Kommunikation auf Faktenbasis und, wenn nötig, disziplinarische Konsequenzen gehören ebenso dazu wie das ehrliche Gespräch bei einem echten Missverständnis. Wer diesen Weg konsequent geht, sorgt dafür, dass Fehlinformation in der eigenen Organisation gar nicht erst Fuß fasst.

 

Niels Brabandt

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Podcast und Videocast Transkript

 

Niels Brabandt EMBA MBA MSc

Fehlinformationen existieren halt. Würden die meisten jetzt bestätigen. Die sind halt da draußen, mit dem Internet wird's nicht besser. Das Problem ist: Fehlinformationen, und deswegen müssen wir's hier adressieren, werden zum echten Problem für Organisationen.

Der Grund für diese Folge ist ein ganz spezifischer. Zum ersten: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in einer Folge auf meinem Podcast so was werde sagen müssen. Aber wir haben zum ersten Mal seit 35 Jahren tote Kinder in den USA durch Masern. Durch Masern. Das müssen Sie sich mal reinziehen, wo wir als Menschheit mittlerweile wieder angekommen sind. Und wenn Sie heute sehen, dass Sie Menschen haben, die in Organisationen rumlaufen, die vollen Ernstes und unironisch sagen: "Es gibt den Mond nicht, der ist nur ein Himmel projiziert", und "Angela Merkel wollte das Land umfolken", und glauben dann, dass das Aussagen sind, die wir in Organisationen so hinnehmen müssen, dann ist klar, dass wir in Hinblick auf Fehlinformationen was tun müssen.

Mein Name ist Nils Brabandt, und wir werden heute über Fehlinformationen sprechen. Wenn wir über Fehlinformationen sprechen, ist eins erst mal ganz wichtig: Die Existenz von Fehlinformationen erst mal wird passieren. Und es muss gar nicht mal absichtlich sein. Es ist völlig normal, dass Fehlinformationen passieren. Und auch wir können uns da gar nicht ausnehmen. Jeder hat schon mal irgendwas gesagt, wo man sagte: "Na ja, ich hatte den Eindruck, dass..." und ich glaube, man sollte dann das so sehen, und dann merkte man: Na ja, da lag ich falsch. Und das ist erst mal kein Problem.

Nur wenn Leute— ich gebe mal ein simples Beispiel— wenn Leute jetzt sagen: "Meiner Ansicht nach ist der Mond ein Himmel projiziert", den gibt es gar nicht. Es gab auch nie die Mondlandung. Das ist alles fake, ist alles im Studio produziert worden. Es ist wichtig hierbei, diese Fehlinformation, dass— jeder hat das Recht, weil Leute sagen ganz schnell: "Ich hab das Recht auf meine Meinung." Ja, meine Meinung darf ich sagen. So, zur Info. Ganz wichtig, zur Info: Jeder hat das Recht auf seine Meinung innerhalb der gesetzlichen Lage. Hassrede ist keine Meinung. Faschistische Äußerungen sind keine Meinung. Ist nicht gedeckt von der Meinungsfreiheit. Das ist eine Fehlinformation, die nächste, die wir hier haben.

Also, man kann zwar vieles sagen, aber nicht alles ist automatisch von Meinungsfreiheit gedeckt. Und wenn Leute eine Meinung haben— eine Meinung ist kein Fakt— und jeder, der eine Behauptung aufstellt, muss die beweisen. Und die typischen Äußerungen, die kommen so was wie: "Hör doch endlich, der Mond, den gibt es gar nicht." Ich werde das jetzt nicht beweisen, das könnt ihr alles selber nachlesen. Also, wichtig ist: Wer eine Behauptung aufstellt und sie dann nicht beweisen möchte, das ist a) unfassbar dumm, b) kann man dann auch sagen, diese Person wird in der Organisation keine Rolle mehr spielen, und c) kann man sich sehr gut überlegen, brauchen wir die Person überhaupt noch in dem Konstrukt der Organisation. Und zwar völlig egal, ob es öffentliche Hand ist, freie Wirtschaft oder irgendeine Form dazwischen oder außerhalb dessen, Politik, wie auch immer.

Meinungsfreiheit heißt nicht: Jeder darf konsequenzfrei was rausrülpsen. Die Freiheit von Meinung heißt nicht die Freiheit von Konsequenz. Denn wichtig ist: Andere dürfen auch eine Meinung haben. Wenn jemand sagt, "Ich bin der Meinung, mal in der Firma raushauen zu müssen, alle die hier hinmigrieren sind alles irgendwie asiatisch Marotzer", dann kann zum Beispiel der Arbeitgeber sagen: "Wir haben auch eine Meinung zu Ihnen. Die Meinung ist: Sie sollten hier nicht weiter arbeiten. Tschüss. Schönen Tag noch." Deswegen wichtig: Freiheit von Meinung heißt nicht Freiheit von Konsequenz.

Der wirkliche Punkt aber an Fehlinformationen— und die Toten, die wir bei Masern hatten, die basierten vor allen Dingen darauf, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr geimpft haben. Das müssten Sie sich auf der Zunge zergehen lassen. Jahrhundertelang sterben Menschen an den grauen, vollsten Krankheiten, und dann wird endlich was dagegen gefunden, und jetzt sagen Leute: "Nee, nehmen wir nicht. Nehmen wir nicht. Wir lassen lieber unsere Kinder sterben." Das müssen Sie sich auf der Zunge mal zergehen lassen.

Denn wichtig ist immer hinter der Fehlinformation: Was ist eigentlich die Absicht? Und die Absicht bei manchen Leuten ist gar keine. Man weiß es aber nicht besser. Und dann kann man darüber reden. Die Absicht bei manchen ist: Die glauben das wirklich, und dann muss man denen ganz kurz die Beweislage erklären, und dann hören einige auch zu, und dann kann man über alles noch reden, und dann wird man sich irgendwo in der Mitte oder auch wirklich einig. Aber einige Leute haben als Absicht das Aufwiegeln von Menschen gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Wenn eine privilegierte Mehrheit— wenn daraus jemand sagt: "Ich möchte, dass keine Immigration mehr passiert", dann sagt man das deswegen, weil man gegen die Minderheit aufwiegeln möchte, hetzen möchte.

Wenn Politiker wie Ted Cruz in den USA sagen: "Oh, diese ganzen Liberal Colleges, furchtbar, sollte es nicht geben." Der Mann kommt selber aus Stanford, einer absoluten Elite-Uni, wo die Eltern die Studiengebühren bezahlt haben in Höhe von, keine Ahnung, wie viel, 100.000 Dollar, und der sagt, man sollte auf gar keinen Fall da hingehen. Warum? Na ja, als Politiker, der hochgebildet ist, habe ich es logischerweise einfacher, wenn meine Wählenden nicht so gebildet sind. Denn dann glauben die mir jeden Quatsch. Wenn ich gebildet bin und sage allen Leuten: "Bildung ist Kokolores, brauchen Sie im Leben nicht." Dann wird es für Sie in der Politik einfacher, weil Menschen Ihnen dann alles glauben werden, völlig egal was.

Und deswegen kommen wir jetzt zum nächsten Problem. In der Sekunde, wo Menschen eine Behauptung aufstellen, dann sind die Menschen, die die Äußerung tätigen, in der Beweispflicht. Und zwar in der wissenschaftlichen Beweispflicht. Wo ist die Faktenlage? Und wenn Fakten geliefert werden können, dann gucken wir uns die an. Und wichtig ist: Manchmal finden Leute eine angebliche Beweislage, aber es stellt sich raus, die Webseite ist keine wissenschaftliche Webseite. Es stellt sich raus, dass der Inhalt politisch gefärbt wurde. Es stellt sich raus, dass jemand eine Zahl verdreht hat. Es stellt sich raus, dass Zahlen auf einer Webseite frei erfunden wurden. Wenn wir einfach nur Missverständnisse haben, dann können wir das klären.

Denn wir müssen auch immer wissen: An welche Zielgruppe wenden sich die Menschen denn? Und je weniger gebildet Menschen sind— das muss man leider sagen, das ist gar nicht böse gemeint, aber je weniger Bildung sie haben, desto weniger sind sie in der Lage, kritisch zu denken und Dinge zu hinterfragen. Und da müssen wir übrigens auch unsere eigenen Privilegien hinterfragen.

Ich selber bin aufgewachsen in Barmstedt-Kreis Pinneberg, zuerst zur Dorfschule gegangen, dann zur Kooperativen Gesamtschule Ems-Horn. Gucken Sie sich gerne mal Hainholz in Ems-Horn an, ein sozialer Brennpunkt vor dem Herrn. Das war meine weiterführende Schule. Danach die Uni Hamburg. Gucken Sie sich an, was da gerade los ist. Also, Elitebildung habe ich erst genossen, als ich sie mir mit Mitte 30 privat leisten konnte. Vorher gab es da gar nichts von.

Aber wichtig ist: Ich hatte auf dem Weg Mentoren, die mir gewisse Dinge erklärt haben. Und wenn ich falsch lag, auch klar gesagt haben: "Wie siehst du das? Warum siehst du das so? Hier ist meine Position. Das ist deine Faktenlage mit diesem relativ schwachen Beleg. Das ist meine Faktenlage mit dem relativ starken Beleg. Wie machen wir ab hier weiter?" Und dann konnten wir Dinge gut korrigieren.

Die Zielgruppe ordentlich zu erreichen, ist von entscheidender Bedeutung. Und deswegen ist eins für Organisationen heute überhaupt nicht mehr verhandelbar: Sie müssen ihre Leute nachhaltig qualifizieren. Wenn die Qualifikation nicht gewährleistet wird, dann wird es irgendwann schlimm enden. Und zwar politisch, wie öffentlich, wie privatwirtschaftlich, überall. Denn jedes Land, was irgendwann Bildung gekürzt und mit Füßen getreten hat, hat die Rechnung selber bezahlt.

Und deswegen wichtig ist: Wir brauchen nicht nur Wissenschaft, wir brauchen logischerweise auch Erfahrung. Wenn ich höre, dass Leute sagen: "Ja, hier in dem Stahlwerk, wissen Sie, ich bin ja Herr Doktor so und so." Ja, also Sie sind ja jetzt nur jemand, der hier am Stahlkocher steht. Ja, eine Person, die am Stahlkocher 30 Jahre steht, jede Schraube dieses Systems kennt, und jemand anderes kommt mit 25 aus der Promotion und hat nur Unitheorie gehabt, dann haben beide Seiten was Wertvolles zu sagen. Aber sie müssen es zusammenbringen. Und es wird nicht gesagt: "Ich bin der Herr Doktor, ich bin besser."

Meine Güte, ich habe selber drei Masterabschlüsse, schreibe gerade an meinem vierten, und eine Doktorarbeit kommt eventuell auch noch. Also von daher: Wenn ich jetzt sagen würde, "Ich bin besser, weil ich habe das hier", das brauchen wir auch nicht. Erfahrung ist ebenso wichtig wie Wissenschaft. Nur wichtig ist: Meinung ist eben nicht Fakt. Wir müssen uns die Evidenzlage angucken. Wenn am Stahlkocher jemand sagen würde: "Meiner Erfahrung nach sollten wir Popcorn in den Stahl gießen, weil... hat letztes Mal auch geklappt." Na ja, weil es einmal klappte, klappt es, glaube ich, nicht immer.

So, und deswegen ist wichtig: Wir müssen halt davon ausgehen, erst mal, dass die Faktenlage nicht allen bekannt ist. Und dann muss entsprechend kommuniziert werden und die wissenschaftliche Evidenz in ordentlicher Kommunikation nach vorne gebracht werden. Wenn Leute es dann ignorieren, dann kann man immer noch sagen: "Wir arbeiten mit klaren Ansagen und Arbeitsanweisungen." Notfalls, wenn es ignoriert wird, mit Ermahnung, Abmahnung und weiteren disziplinarischen oder informellen Konsequenzen, ohne Frage.

Aber die Aufgabe der Organisation ist, den Leuten dauerhaft zukommen zu lassen, dass sie wissensseitig besser werden. Die durchgehende Qualifikation Ihrer Mitarbeitenden sorgt dafür, dass Misinformation und Fehlinformation sich gar nicht erst verfängt, weil Leute halt wissen: "Ich weiß, was du hier versuchst. Ich weiß, was du hier vorhast."

Ich gebe Ihnen ein simples Beispiel: Als damals Remote Work aufkam und dann nach der Pandemie gesagt wurde, wir möchten von zu Hause arbeiten, und einige sagten auch: "Jetzt haben wir eine hohe Inflation, wir brauchen ein bisschen mehr Geld." Und dann gab es auf einem Portal wie Bloomberg— war es, glaube ich, damals, wenn ich mich richtig erinnere— wo es einen Artikel gab, der plötzlich hieß: "Warum eine Pizza-Party mehr motiviert als eine Gehaltserhöhung." Ja gut, dass das jetzt von Bloomberg als Arbeitgeber kommt, überrascht die wenigsten. Das nennt sich Quellenkritik. Wenn man von der Quelle weiß: Die Quelle ist nicht neutral, dann kann man die Quelle aus ihrer Position entsprechend auch kritisieren.

Und generell macht Bloomberg schon sehr gute Inhalte. Der Artikel war halt jetzt doch eher ein Ausrutscher. Und deswegen: Viele Publikationen labeln und kennzeichnen heute eben auch Meinungen als Meinungen und Faktenartikel als Berichterstattung und Fahrung. Und wirklich als Faktenartikel. Das wird klar gekennzeichnet. Wenn Ihre Leute gut qualifiziert sind, dann werden die genau sehen können, was passiert wo. Dann werden die Quellenkritik auch ausüben können, und dann werden sie zu den besten Schlüssen kommen. Und wenn sie dann ordentlich kommunizieren untereinander, dann werden sie die besten Ergebnisse bekommen, die sie sich überhaupt denken können.

Dabei wünsche ich Ihnen das Gute, viel Erfolg, und vor allen Dingen bei der Implementierung in Ihrer Organisation. Wenn Sie es so machen, wie wir hier besprochen haben, dann wird Fehlinformation in Ihrer Organisation sich gar nicht erst verfangen, und dann wird ab da alles besser. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung in Ihrer Organisation. Und wenn Sie jetzt sagen: "Boah, das klingt nach viel Arbeit", kann ich Ihnen sagen: Das ist es.

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Niels Brabandt