#470 Nimmt KI dir deinen Job weg? Was Führungskräfte jetzt wirklich verstehen müssen - Artikel von Niels Brabandt

Nimmt KI dir deinen Job weg? Was Führungskräfte jetzt wirklich verstehen müssen

Artikel von Niels Brabandt

Künstliche Intelligenz ist eines der dominierenden Themen der aktuellen Managementdebatte. Kaum eine Konferenz, kaum eine Vorstandssitzung und kaum eine Strategiediskussion kommt ohne die Frage aus: Nimmt KI uns die Arbeitsplätze weg? Oder präziser formuliert: Wird KI den Job der Mitarbeitenden ersetzen – und vielleicht auch den der Führungskräfte selbst?

Als Leadership-Experte und Managementberater beschäftigt sich Niels Brabandt seit Jahren mit der Frage, wie technologische Entwicklungen Organisationen verändern. Die zentrale Erkenntnis aus der wissenschaftlichen Forschung ist überraschend nüchtern: Künstliche Intelligenz ersetzt in den meisten Fällen nicht Menschen, sondern erweitert deren Leistungsfähigkeit.

Die entscheidende Frage für Entscheidungstragende lautet daher nicht: Wird KI Arbeitsplätze zerstören? Die entscheidende Frage lautet: Wie verändert KI Arbeit – und wie führen wir Organisationen durch diese Veränderung?

Was die Forschung tatsächlich sagt

Die aktuelle Forschung zeigt ein differenziertes Bild. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass rund 60 Prozent aller Jobs eine gewisse Berührung mit KI haben werden. Diese sogenannte Exposure bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Arbeitsplatz verschwindet.

Viele Studien zeigen vielmehr, dass KI als Beschleuniger wirkt. Technologien unterstützen Menschen dabei, schneller zu arbeiten, bessere Entscheidungen zu treffen und repetitive Aufgaben zu reduzieren. In vielen Organisationen wird KI daher genutzt, um Arbeitsbelastung zu reduzieren und Produktivität zu steigern.

Besonders betroffen sind Tätigkeiten, die stark informationsbasiert sind. Dazu gehören administrative Aufgaben, Teile des Kundenservice sowie Analyseaufgaben auf Junior-Level. Routinetätigkeiten und wiederkehrende Prozesse lassen sich relativ leicht automatisieren oder unterstützen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ganze Berufsbilder verschwinden. Vielmehr verändert sich die Zusammensetzung von Tätigkeiten innerhalb eines Jobs.

Warum einige Mitarbeitende mehr Angst vor KI haben als andere

Ein zentraler Punkt in der Debatte ist die Wahrnehmung von KI in unterschiedlichen Berufsgruppen. Studien zeigen, dass Sorgen vor KI nicht gleichmäßig verteilt sind.

Besonders hoch ist die Skepsis in Bereichen mit geringerer Arbeitsplatzsicherheit oder geringeren Qualifikationsanforderungen. Wenn Menschen in strukturschwachen Regionen arbeiten oder in Beschäftigungsformen mit niedriger Stabilität, wird technologische Veränderung häufig als Bedrohung erlebt.

Hier machen viele Führungskräfte einen entscheidenden Fehler. Standardisierte Motivationsparolen helfen nicht weiter. Wer Menschen sagt, jede Veränderung sei automatisch eine Chance, verkennt häufig die realen Sorgen der Mitarbeitenden.

Führung bedeutet in diesem Kontext, Veränderung realistisch einzuordnen und gleichzeitig Perspektiven aufzuzeigen.

Welche Jobs besonders stabil bleiben

Die Forschung zeigt drei Kategorien von Tätigkeiten, die aktuell deutlich weniger durch KI bedroht sind.

Erstens physische Tätigkeiten. Viele Formen manueller Arbeit lassen sich technologisch nur schwer automatisieren, insbesondere wenn sie komplexe Bewegungsabläufe oder unstrukturierte Umgebungen beinhalten.

Zweitens beziehungsorientierte Arbeit. Vertrieb, Beratung oder Führungsrollen basieren stark auf Vertrauen, Empathie und zwischenmenschlicher Interaktion.

Drittens Tätigkeiten mit hoher Verantwortung. In sogenannten High Accountability Roles können Fehlentscheidungen enorme Konsequenzen haben. Deshalb bleiben hier menschliche Entscheidungsträger unverzichtbar.

Diese Kategorien zeigen, dass KI vor allem dort eingesetzt wird, wo Fehler schnell korrigierbar sind oder Prozesse stark standardisiert sind.

Der entscheidende Führungsfehler bei der Einführung von KI

Viele Organisationen unterschätzen einen Faktor: Qualifizierung.

Der größte Unterschied zwischen erfolgreichen und gescheiterten KI-Projekten liegt nicht in der Technologie. Er liegt in der Befähigung der Mitarbeitenden.

Organisationen, die ihre Teams systematisch schulen, erleben häufig einen positiven Effekt. Mitarbeitende nutzen KI aktiv, verbessern Prozesse und steigern ihre Produktivität.

Organisationen, die lediglich ein neues Tool einführen und erwarten, dass Mitarbeitende es intuitiv nutzen, erleben häufig Widerstand, Unsicherheit und ineffiziente Nutzung.

Die wichtigste Regel lautet daher: Qualifizieren, qualifizieren, qualifizieren.

Strategische Entscheidungen beim Einsatz von KI

Führungskräfte müssen außerdem langfristige Entscheidungen treffen, die weit über Technologie hinausgehen.

Ein Beispiel: Einige Organisationen nutzen KI, um frei werdende Stellen durch Pensionierungen nicht vollständig nachzubesetzen. Dadurch entsteht Effizienz, ohne bestehende Mitarbeitende zu verunsichern.

Andere Organisationen ersetzen aktiv Mitarbeitende durch KI. Die kurzfristige Kostenersparnis kann jedoch massive Folgekosten auslösen. Vertrauensverlust, Fluktuation und Schäden am Arbeitgeberimage können schnell teurer werden als jede eingesparte Stelle.

Leadership bedeutet daher, technologische Transformation nicht nur technologisch zu denken, sondern strategisch und kulturell.

Was Führungskräfte jetzt tun sollten

Für Entscheidungstragende ergeben sich daraus klare Handlungsempfehlungen.

Erstens: Technologische Entwicklungen verstehen. Führungskräfte müssen KI strategisch einordnen können.

Zweitens: Mitarbeitende befähigen. Weiterbildung und Kompetenzentwicklung sind der zentrale Erfolgsfaktor.

Drittens: Transparenz schaffen. Offene Kommunikation reduziert Unsicherheit.

Viertens: Technologie als Erweiterung denken. Der entscheidende Ansatz lautet: erweitern statt ersetzen.

Die Zukunft der Arbeit wird durch künstliche Intelligenz verändert werden. Doch sie wird nicht ausschließlich durch Technologie bestimmt. Sie wird durch Führung bestimmt.

Genau hier liegt die Verantwortung moderner Leadership.

Niels Brabandt

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Mehr zu diesem Thema im dieswöchtigen Podcast und Videocast: mit Niels Brabandt: Videocast / Apple Podcasts / Spotify

Das Transkript zum Podcast und Videocast befindet sich unter diesem Artikel.

 

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Niels Brabandt ist Experte für Nachhaltige Führung (Sustainable Leadership) mit mehr als 20 Jahren Erfahrungen in Praxis und Wissenschaft.

Niels Brabandt: Professionelles Training/Seminare/Workshops, Speaking/Vorträge, Coaching, Consulting/Beratung, Mentoring, Projekt- & Interim-Management. Event Host, MC, Moderator.

Podcast und Videocast Transkript

Niels Brabandt

Und wenn KI kommt, fragen sich einige wieder: Wird KI deinen Job nehmen? Ja, genau deinen. Deinen. Also: ihren. Die Frage ist: Wird KI ihren Job nehmen, ja oder nein? Und nachdem ich mich lange gegen dieses Thema als eigene Folge gewehrt habe, ist die Anzahl der Mails jetzt doch so groß geworden, dass ich entsprechend sage: Da machen wir eine eigene Folge zu. Eine Sache aber vorab: Einige werden es auf LinkedIn gesehen haben. Am Anfang muss ich einmal kurz Danke sagen.

Niels Brabandt

Wir haben jetzt gerade, letzte Woche, die Zahlen bekommen von 2025, und zwar wo wir überall mit dem Podcast gelandet sind: von Top 50 in Großbritannien, Top 350 in den USA, und das als meine Nicht-Muttersprache mit dem englischen Kanal. Top 100 in Deutschland, Österreich, Schweiz quasi durchgehend. In Luxemburg, in Malta waren wir in den Top 10, Top 5, teilweise Top 1. Wir haben auf LinkedIn das Ganze auch gepostet. Da auf jeden Fall erst mal vielen, vielen, vielen Dank an alle, die uns hier unterstützt haben.

Niels Brabandt

Jetzt gehen wir aber direkt ins Thema: Nimmt KI dir deinen Job weg? Oder ihren Job weg? Wenn jetzt KI kommt: Einige Leute haben natürlich Angst. Die Frage ist: Wer? Und vor allen Dingen: Immer wenn gesagt wird, da haben Leute Angst, ist die Frage: Stimmt das eigentlich, oder ist das wieder irgendeine Panikmache, wo einfach gesagt wird, es geht darum, Leute in Unsicherheit zu wegen und gegen Technologie aufzuwiegeln? Und deswegen habe ich mir die wissenschaftliche Evidenz angeschaut. Am Ende von dieser Folge werde ich auch allen Leuten noch mal die Quellen zeigen, damit jeder auch die Quellen entsprechend selber nachschauen kann. Wenn wir jetzt diese Quellen zeigen, logischerweise dürfen wir das mit Zitierrecht, Fair Use, Fair Dealing, auch unter US-Recht. Von daher gehen wir direkt rein: Wird AI deinen Job wegnehmen?

Niels Brabandt

Das Erste ist erst mal: Welche Situation haben wir eigentlich? Wenn Leute sagen, alle haben Angst vor AI: Das ist so pauschal erst mal nicht richtig. Also es haben nicht alle Leute gleichermaßen Angst vor AI. Wenn irgendjemand sagt, alle Menschen haben Angst vor AI, egal wann, wie, wo und warum, dann stimmt das schlichtweg nicht. Die Situation ist erst mal folgende: Es ist tatsächlich so, wenn wir uns das angucken: Also auch der Internationale Währungsfonds hat gesagt, ungefähr 60 % der Jobs werden eine Exposure haben, also werden eine Exposure haben, wo gesagt wird, da wird irgendwas passieren mit AI. Da wird was passieren, wo Leute sagen, eventuell könnte der Job davon betroffen sein. Das heißt noch nicht, dass der Job damit weg ist.

Niels Brabandt

Vor allen Dingen betroffen allerdings, weil einige sagen halt: Soll eine KI jetzt demnächst Pflege machen? Ist Robotik schon so weit? Nein, ist Robotik eindeutig nicht. Deswegen: Vor allen Dingen betroffen davon ist Information Work, also das heißt Arbeit, die auf Information, auf Wissen basiert. Jetzt sagen einige: "Brabant, ist das nicht dein Job auch?" Ja. Habe ich Angst vor KI? Absolut nicht. So, denn in der Tat schauen wir uns Studien an. Wenn wir uns das anschauen im Science Magazine, wird ganz klar gesagt: Meistens ist AI etwas, was Dinge beschleunigen kann, also einen Boost gibt, anstatt dass Leute tatsächlich ersetzt werden. Das heißt also, der Hauptpunkt ist tatsächlich erst mal, einen Boost zu geben, bevor Leute irgendwo ersetzt werden.

Niels Brabandt

Die Frage natürlich ist jetzt trotzdem oft, wenn Leute jetzt sagen: "Ja, das ist ja alles gut und schön", aber wenn jetzt Leute doch auf irgendwelchen Jobs sind, gibt es da Menschen, die Angst haben? Und wenn ja, wer ganz genau? Denn sie möchten als Führungskraft natürlich wissen: Auf wen muss ich ganz besonders achten? Und wenn sie jetzt sagen: Gibt es da Jobs? Ja, da gibt es ganz klare Jobs. Und es ist wirklich so, insbesondere in der sogenannten Arbeiterklasse, also das heißt dort, wo wirklich manuell gearbeitet wird, da ist ungefähr die Hälfte laut Pew Research, die sagen: "Ich habe eine gewisse Sorge vor KI", was im Klartext auch heißt - und das ist der erste wichtige Hinweis: Unterlassen Sie bitte diese Motivationsredenschwingerei.

Niels Brabandt

Das, was ich immer wieder höre, wo gesagt wird: Jede Veränderung ist eine Chance, sehen Sie die Chance, Sie müssen die Chance sehen, und Veränderung ist allgegenwärtig, kann Ihnen eins sagen: Wenn Sie auf einem Job sitzen, wo Sie sagen: "Ich bin froh, dass ich einen Job habe, ich arbeite als Aushilfe in der niedrigsten Entgeltkategorie, am besten noch über irgendwelche Zeitarbeitsarbeitnehmer, überlassensverträge, wo man relativ schnell eben auch entfernt werden kann oder nicht mehr im Einsatz ist", und dann gucken Sie sich an: Okay, was kann man da jetzt entsprechend machen? Und Sie sagen: "Ja, du bist zwar in einer strukturschwachen Region, arbeitest hier auf Höfen irgendwo in der Landwirtschaft als Aushilfe, aber na ja, wenn KI kommt, sieh es doch als Chance." Und wenn Leute sagen: "Im Umkreis von 100 km gibt es keine adäquaten Arbeitsplätze für mich", dann hilft auch nichts zu sagen: "Sehen Sie es bitte als Chance." Deswegen: Was der größte Punkt ist, dass Leute halt sagen: Dieses, was man in den USA als Long Running Jobs bezeichnet, also wo Leute sagen: "Hey, da bist du wirklich mal ein paar Jahre beim selben Arbeitgeber", das ist wirklich die große Sorge, dass das tatsächlich weniger wird.

Niels Brabandt

Und wenn Leute jetzt ganz klar sagen: "Gibt es da ganz gewisse Berufsbilder?" Und da müssen wir ganz klar sagen, das müssen wir auch ansprechen: Ja, die gibt es. Und wichtig weiterhin: Es gilt erst mal - es geht darum, diese Arbeitsplätze zu boosten, zu beschleunigen, dass man Dinge effizienter, effektiver macht, nicht Jobs zu ersetzen. Die meisten Firmen, die jetzt mit KI vernünftig unterwegs sind, sagen halt: "Wir haben diesen Berg von Stress und Überstunden endlich abbauen können, dass Leute jetzt mal in vernünftiger Arbeitszeit und vernünftiger Qualität ohne Stress, ohne Überlastung ihre Arbeit machen können", weil die Personaldecken ohnehin vorher viel zu dünn waren. Es werden ja auch mal Leute krank usw. Das heißt, wir haben vor allen Dingen Administrationsjobs, wo sehr viele repetitive Dinge gemacht werden, also wiederholende Dinge, aber auch Supportjobs, wo also Leute im Kundencenter sind, da werden auch Dinge mittlerweile automatisiert. Und wichtig ist eben auch: Ganz Juniore Analystenstellen und eben jede Form von Routinetätigkeiten. Das auch hier wieder nach Science Magazine, das ist also nicht meine Meinung, das ist ein wissenschaftliches Magazin, peer-reviewed, was sich damit entsprechend beschäftigt hat.

Niels Brabandt

Die Frage ist jetzt: Was müssen Sie in Ihrer Organisation jetzt tun, damit Sie das Ganze so umsetzen können, dass Sie sagen: "Ich möchte nicht, dass ich hier sage: KI", und entweder melden sich Leute reflexartig krank oder blocken es oder versuchen, es zu löschen oder versuchen, es zu boykottieren oder versuchen vor allen Dingen immer zu sagen: "Da waren Fehler, da waren Fehler, da waren Fehler, und deswegen machen wir es nicht"? Oder wie im deutschsprachigen Raum, besser gesagt vor allen Dingen in Deutschland, Sport geworden ist, da sagt jemand: "KI, ich werfe mal Datenschutz in den Raum. Jetzt machen wir erst mal zwei Jahre nichts." Ja, also Datenschutz, wie Thorsten Gekel richtig immer sagt: Datenschutz darf nicht Tatenschutz werden. Und deswegen: Datenschutz muss logischerweise eingehalten werden, aber es gibt datenschutzkonforme KI-Lösungen, ohne jeden Zweifel.

Niels Brabandt

Wenn Sie das Ganze jetzt implementieren, ist eins immer wichtig: Das Erste ist immer: Gucken Sie erst mal nach gewissen Jobs, die relativ sicher sind. Das sind vor allen Dingen Jobs, wo physisch gearbeitet wird, wo beziehungsseitig gearbeitet wird und wo es sehr hohe Verantwortung gibt. Also kurzum: Wo jemand, wenn man Fehler macht ... Also ich gebe mal ein Beispiel: Wenn Sie jetzt sagen würden, Sie bauen mit KI einen Roboter, und der Roboter kann halt Pizza belegen, der kann vielleicht den Teig nicht kneten, kann den Teig nicht ausrollen, aber er kann den Teig belegen, scannt einfach dieses runde Ding und legt dann die richtigen Sachen rauf. Das wäre ein typischer Low Accountability Job. Sprich: Wenn Fehler gemacht werden, bekommen Sie den Fehler relativ schnell wieder eingefangen, weil man halt sagt: Wenn der Kunde den falschen Belag bekommen hat, die Kundin sich beschwert, die Kundenschaft nicht zufrieden ist, gibt es Gutscheine, Nachlieferung oder beides. Man kriegt es relativ schnell moderiert.

Niels Brabandt

High Accountability Jobs heißt: Wenn der Schaden da ist, bekommen Sie ihn nicht schnell irgendwie noch wegmoderiert. Wenn also Leute sagen: "Wir haben auf Basis von KI ..." Wie ja letztens ein Fall auch in der Presse war: Da wurde auf Basis von KI-generierten Daten Entscheidungen getroffen im Hinblick auf Vertriebsgebietsaufteilung, wer fährt wohin usw. Die Zahlen gingen komplett den Bach runter, bis jemand durch Zufall bei der Prüfung der Zahlen herausgefunden hat: Die Zahlen waren halluziniert von der KI. Und ja, KIs haben Halluzinationen, allerdings ein Zehntel von dem an Halluzinationen von dem, was Menschen haben. Also eine KI ist da immer noch verlässlicher. Deswegen: Wenn Sie jetzt sagen, es sind physische Jobs oder es sind beziehungsbezogene Jobs, zum Beispiel Vertrieb: Oftmals wird eben das Vertrauen immer noch mit dem Vertrieb gemacht, nicht mit Maschinen. Und wenn halt hohe Verantwortung ist: Diese Jobs sind auf jeden Fall sicherer.

Niels Brabandt

Und die Leute, die übrigens spannenderweise auch in der Arbeiterklasse, in der Arbeiterschaft keine Angst vor KI hatten, waren spannenderweise die, die als Erstes KI genutzt haben. Und warum haben sie KI als Erstes genutzt? Weil ihre arbeitgebenden Organisationen sie dazu befähigt haben. Die Anzahl der KI-Seminare ... Ich selber habe meine KI-Bildung bekommen an der University of Pennsylvania Wharton Business School, Vanderbilt University. Das sind jetzt nicht die schlechtesten Adressen universitär, kann man sagen. Also ich glaube, ich weiß einigermaßen, worüber ich da rede. Und diese AI-Tools, wenn die professionell geschult wurden, dann machen Leute damit richtig gute Sachen. Wenn sie halt sagen: "Ja, wir haben jetzt Copilot, keine Ahnung, mach mal irgendwas" - nichts Genaues weiß man nicht - dann werden Leute sehr, sehr skeptisch sein. Dann wird sich sehr schnell auch eine negative Dynamik entwickeln, und alle werden sagen: "Bloß nicht sagen, dass irgendwas besser geht, denn dann macht vielleicht noch jemand irgendwie die Idee und sagt: Hier kommt niemand mehr."

Niels Brabandt

Und deswegen ist halt wichtig: Wenn Sie jetzt sagen: Wie gehen wir KI an? Das Erste ist immer: Qualifizieren, qualifizieren, qualifizieren. Sie müssen die Leute qualifizieren, denn Enhance do not replace - erweitern, nicht ersetzen.

Niels Brabandt

Ich gebe Ihnen mal zwei Herangehensweisen. Bei einer Firma hat man gesagt: "Wir feuern hier niemanden, aber wenn Leute in Ruhestand gehen, gucken wir, ob wir die nachbesetzen müssen." Bei einer meiner Kundenfirmen, da ist es so: Da sind eine ganze Reihe von Menschen in Ruhestand gegangen, Überalterung der Belegschaft, Klassiker. Und von 17 Stellen, die verrentet wurden, wurden nur in Anführungszeichen "nur" 13 nachbesetzt. Dann konnte man einen Teil mit KI machen, aber eben, weil es extrem wiederholende Aufgaben waren. Eine andere Firma hat gesagt: "Wir warten nicht, bis Leute verrentet werden." Eine andere Firma hat eine Person, eine Person kurz vor dem Ruhestand mit Abfindung und Entlassung gesagt: "Brauchen wir nicht mehr, haben wir jetzt KI für." Das hatte als Kettenreaktion, dass in der Arbeiterschaft rudelweise Leute gekündigt haben und sich anderswo Jobs gesucht haben, und zwar auch Leute, die man eigentlich behalten wollte. Also die eine eingesparte Stelle mit Abfindung hat man zwar gespart, aber das, was an Recruiting und Arbeitgeber-Employer Branding nachgeschoben werden musste, kostete ein Zigfaches. Und deswegen treffen Sie hier bitte weise Entscheidungen.

Niels Brabandt

Und wenn Sie dann weise Entscheidungen treffen, so wie wir das hier heute besprochen haben, dann werden auch Sie wissen, dass KI mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihren Job beeinflussen wird, aber auch verbessern wird und eben nicht von heute auf morgen Ihren Job wegnehmen wird. Ich wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung.

Niels Brabandt

Und wenn Sie jetzt sagen: "Da muss ich noch ein paar Punkte zu klären" - sehr gerne, kontaktieren Sie mich jederzeit gerne. Erst mal, wenn Sie jetzt gerade auf YouTube zuschauen: Gerne ein Like dalassen, gerne auch abonnieren, gerne auch kommentieren, gerne auch Reviews auf Apple Podcast, Spotify dalassen, fünf Sterne, vielen Dank auch dafür. Gerne unsere YouTube Shorts entsprechend auch schauen. Die YouTube Shorts, die haben wir jetzt wieder angefangen in großer Zahl. Die erfreuen sich großer Beliebtheit. Vielen Dank für das sehr positive Feedback. Es lohnt sich also, auf YouTube dem Kanal zu folgen und die kleine Glocke zu setzen, dann verpasst man nämlich auch gleich nichts.

Niels Brabandt

Und natürlich kann man auch gerne auf Apple Podcast und Spotify folgen oder auf meine Webseite gehen: nb-networks.biz. Dann sehen Sie, was ich beruflich mache und wofür ich auch da entsprechend zur Verfügung stehe. Wenn Sie jetzt sagen, Sie möchten gerne was besprechen, und viele sagen: "Ich kann firmeninterner halt irgendwie nicht so in die Kommentarspalte bei YouTube stellen" - verständlich. Die meisten schreiben mir eine E-Mail: nb@nb-networks.com. Gerne mir eine E-Mail schreiben, dann werde ich entsprechend garantiert, bin 24 Stunden antworten. Das ist 100 % garantiert. Freue mich da auf den Kontakt.

Niels Brabandt

Wenn Sie jetzt sagen, Sie haben was sehr Konkretes, Sie brauchen Trainer, Berater, Coaches für Programme, die Sie bei sich haben, Mentoren, Mentorenprogramme oder Projektinterimsmanagement oder Vorträge für eine Konferenz oder Ihre eigene Tagung - sehr gerne. Aber wenn Sie jetzt sagen: "Einfach nur ein paar Fragen stellen, ein bisschen nett plaudern" - auch das sehr gerne. Freue mich da jederzeit über Ihre Mail. Live-Sessions haben wir übrigens auch, da können Sie sich gerne auch für eintragen. Wir hatten letzte Woche wieder eine sehr gute: expert.nb-networks.com. Wenn Sie da einmal draufgehen, einmal Ihre E-Mail-Adresse bitte eintragen. Sie bekommen nur eine einzige E-Mail jeden Mittwochmorgen, 100 % Inhalt, garantiert werbefrei. Freue mich da, weil da finden Sie alles drin, auf Deutsch und auf Englisch, über 400 Folgen online, Podcasts, Videocasts und natürlich Datum, Uhrzeit und der Zugangslink für die jeweilige nächste Live-Session.

Niels Brabandt

Das Wichtigste ist aber immer, dass Sie dann ... Ach ja, übrigens: Natürlich können Sie sich auch gerne mit mir auf LinkedIn vernetzen, gerne das richtige Vernetzen, nicht das Followen, vernetzen Sie sich korrekt. Folgen Sie mir gerne auf Instagram, dann auch gerne liken auf Facebook oder eben dem Kanal folgen. Und am besten machen Sie alles vier und dem Kanal folgen auf YouTube. Freue mich da jederzeit von Ihnen zu hören.

Niels Brabandt

Das Wichtigste ist aber immer das, was ich zum Schluss sage, nämlich: Anwenden, anwenden, anwenden von dem, was Sie gehört haben. Denn nur wenn Sie anwenden, was Sie gehört haben, dann werden Sie die positiven Aspekte sehen, die auch Sie in Ihrer Organisation sehen möchten. Und dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung. Kontaktieren Sie mich jederzeit gerne.

Niels Brabandt

Hier noch einmal, wie versprochen, übrigens die gesammelten Quellen. Also von daher gerne hier, wenn Sie die jetzt haben wollen, das Video kurz anhalten, dann können Sie direkt die Quellen hier entsprechend nehmen. Entscheidend ist immer, dass Sie das Ganze jetzt umsetzen. Und deswegen bleibt mir zum Ende des Podcasts, genauso wie zum Ende des Videocasts, nur noch eins zu sagen, nämlich: Jede Woche vielen Dank für Ihre Zeit.

Niels Brabandt