#478 Wie Sie den richtigen Rat finden: Evidenzbasierte Entscheidungen in Führung und Business – Niels Brabandt

Wie Sie den richtigen Rat finden: Evidenzbasierte Entscheidungen in Führung und Business

Artikel von Niels Brabandt

Wie Sie den richtigen Rat finden, ist eine der zentralen Fragen moderner Führung. In einer Zeit, in der Wissen scheinbar unbegrenzt verfügbar ist, wird die Fähigkeit zur Auswahl zur entscheidenden Kompetenz. Niels Brabandt zeigt, dass nicht Informationsmangel das Problem ist, sondern die falsche Auswahl von Expertise.

Die eigentliche Herausforderung: Auswahl statt Zugang
Organisationen stehen heute vor einer paradoxen Situation. Noch nie war es so einfach, Zugang zu Wissen, Beratung und Expertise zu erhalten. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, die falsche Entscheidung zu treffen.

Der Grund liegt in fehlender Struktur bei der Auswahl:
- unklare Zieldefinition
- fehlende Differenzierung von Leistungsarten
- subjektive Entscheidungsmechanismen

Niels Brabandt betont, dass exzellente Führung nicht darin besteht, möglichst viele Optionen zu prüfen, sondern die richtigen Kriterien anzuwenden.

Klarheit vor Auswahl: Richtung und Zeithorizont definieren
Bevor überhaupt eine Person ausgewählt wird, muss klar sein:
- Geht es um Training, Coaching, Beratung oder Umsetzung?
- Welcher Zeithorizont ist vorgesehen?
- Welche Ergebnisse werden erwartet?

Diese Differenzierung ist essenziell. Wer sie ignoriert, riskiert Fehlbesetzungen, ineffiziente Investitionen und verlorene Zeit.

Die drei entscheidenden Auswahlkriterien
1. Erfahrung
Reale, nachweisbare Erfahrung ist unverzichtbar. Theoretisches Wissen ohne praktische Anwendung führt zu ineffektiven Ergebnissen.

2. Qualifikation
Fundierte Qualifikationen, idealerweise mit wissenschaftlicher Basis, sichern Qualität. Beliebige Zertifikate ohne Leistungsnachweis sind kein valides Kriterium.

3. Methodische Kompetenz
Wissen allein reicht nicht. Entscheidend ist die Fähigkeit, Wissen verständlich und wirksam zu vermitteln.

Der häufigste Fehler: Netzwerke statt Kompetenz
Eine der grössten Fehlentscheidungen entsteht durch die Auswahl basierend auf persönlichen Beziehungen. Empfehlungen sind wertvoll, ersetzen jedoch keine objektive Prüfung.

Niels Brabandt zeigt klar: Wer auf Nähe statt Qualität setzt, erhält oft Bestätigung statt Fortschritt.

Der Faktor persönlicher Fit: Differenziert betrachten
Der persönliche Fit ist relevant, darf jedoch nicht dominieren. Führungskräfte müssen in der Lage sein, zwischen fachlicher Exzellenz und persönlicher Präferenz zu unterscheiden.

Ein Berater, der widerspricht, kann wertvoller sein als einer, der Zustimmung signalisiert.

Transparenz als Führungsprinzip
Professionelle Auswahlprozesse enden nicht mit der Entscheidung, sondern mit klarer Kommunikation:
- begründete Zu- oder Absagen
- nachvollziehbare Kriterien
- respektvoller Umgang

Diese Transparenz stärkt nicht nur die eigene Organisation, sondern auch die eigene Führungsreputation.

Fazit: Evidenzbasierte Auswahl als Wettbewerbsvorteil
Wie Sie den richtigen Rat finden, entscheidet über den Erfolg Ihrer Organisation. Niels Brabandt zeigt, dass evidenzbasierte Auswahlprozesse der Schlüssel sind:
- klare Zieldefinition
- strukturierte Kriterien
- konsequente Umsetzung

Nur so entsteht nachhaltige Wirkung in Führung und Business.

Niels Brabandt

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Mehr zu diesem Thema im dieswöchtigen Podcast und Videocast: mit Niels Brabandt: Videocast / Apple Podcasts / Spotify

Das Transkript zum Podcast und Videocast befindet sich unter diesem Artikel.

 

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Podcast und Videocast Transkript

Niels Brabandt

Guter Rat ist teuer, wie viele sagen, nur die Frage ist: Wie finde ich den richtigen? Man möchte ja durchaus angemessene Preise bezahlen, angemessene Investitionen vornehmen, nur was ich dann bekomme, muss eben auch im Kontext stehen und im angemessenen Verhältnis zu dem, was ich bezahlt habe. Und deswegen, nach zahlreichen Zuschriften zu diesem Thema, wo Leute gesagt haben: "Wie finde ich?" und dann kam eine ganze Reihe von Fragen. Einige haben gesagt: "Wie findet man den richtigen Trainer? Wie finde ich den richtigen Redner für eine Konferenz? Wie finde ich den richtigen Berater? Wie finde ich den richtigen nächsten Mitarbeiter, der was weiß? Wie finde ich die richtige Mitarbeiterin? Wie finde ich die richtige mitarbeitende Person, Berater, Consultant?" Also es ging über alle Rollen hinweg, aber die Kernfrage war immer: Wie finde ich das richtige Stück an Wissen, Erfahrung, also auf jeden Fall das richtige Stück an Info, was ich brauche in meiner Organisation oder meiner Situation? Und genau deswegen wollen wir uns heute über genau dieses Thema unterhalten. Wie finde ich die richtige Beratung? Wie finde ich die richtige Person, die hier entsprechend agieren kann?

Niels Brabandt

Ganz entscheidend übrigens dabei auch, ganz wichtig ist, dass wir hier natürlich eins auch ganz klar nachher besprechen werden bzw. gleich besprechen werden, ist nämlich: Was ist eigentlich der Punkt, warum das so oft schiefgeht? Warum nehmen oft Leute Menschen, wo dann andere sagen: "Na ja, da hast du wieder jemanden genommen, den du irgendwie kanntest, und das war wieder auch nichts Ordentliches und nichts Halbes und nichts Ganzes" und so weiter? Deswegen wollen wir jetzt mal schauen, wie kann man das Ganze tatsächlich ordentlich gestalten.

Niels Brabandt

Erstmal ganz wichtig: Was ist die Situation? Die Situation ist erstmal: Wir müssen jetzt eins ganz klar wissen, wenn wir von der Situation sprechen, es geht erstmal darum, welche Art von Beratung wir brauchen. Und da muss eins sehr klar sein. Wenn jetzt jemand sagt: "Wir haben hier was zum Thema KI. Wir haben was zum Thema Unternehmensentwicklung. Wir haben was zum Thema Standortentwicklung" oder wie auch immer, in welchem Zeitfenster wird gesucht? Und wenn jetzt Leute sagen: "Na ja, man kann ja jede Dienstleistung zeitlich unbegrenzt machen", das ist schlichtweg nicht korrekt. Wenn Menschen sagen: "Wir brauchen Informationen", die setzen wir danach selber um. Dann wäre das zum Beispiel ein Seminar, ein Training. Wenn Menschen sagen: "Ich brauche jemanden, der begleitet mich über eine ganz gewisse Zeit, danach mache ich es dann selber", das wäre Coaching zum Beispiel oder Mentoring. Das ist auch wieder ein Unterschied. Wenn einige sagen: "Na ja, aber ein Coach kann mich ja auch lebenslang begleiten" - nein. Also Coaches können Sie schon länger begleiten, aber Coaching ist immer zeitlich befristet. Dieses schon wirklich Antherapieren von gewissen Dingen. Coaching ist nicht Therapie. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wenn irgendein Coach heute sagt: "Man kann Leute lebenslang begleiten", es kann sein, dass Sie manche Leute länger begleiten, aber es hat immer ein ganz klares zeitliches Ende.

Niels Brabandt

Denn klar muss halt sein: Wo muss die Richtung hingehen? Also ich gebe mal ein simples Beispiel. Bei mir ist es so, dass ich im Endeffekt ganz klar abgegrenzt mache: Training, Speaking, Coaching, Consulting, Beratung, Mentoring und dann Projekt und Interimsmanagement, das auch oft fractional. Also teilweise nicht fünf Tage die Woche, nicht 100 %, sondern 20 %, 40 %, einen Tag die Woche, zwei Tage die Woche, alle zwei Wochen, wie auch immer. Und das ist ganz genau, ganz klar abgegrenzt. Wenn jetzt jemand sagt: "Ja, wir suchen aber jetzt jemanden, der in Arbeitnehmerüberlassung dann hier zwei Jahre Vollzeit ist" - das ist etwas, was ich nicht anbiete zum Beispiel. Und deswegen ist es ganz wichtig, die Richtung muss vorher klar sein. Nicht jede Person passt auf alles. Und auch bei mir kommt es vor, dass ich sage: "Hey, ich kenne jemanden, der Ihnen da helfen kann, aber das ist nichts, was das ist so etwas, was in meinem Expertisebereich ist, aber die Art und Weise, wie Sie die Auslieferung haben wollen, das ist nicht das, was ich anbiete." Und deswegen wichtig: Nicht jede Person, die das Wissen hat, hat auch das passende Angebot dazu. Nicht jede Person, die angeblich ein passendes Angebot hat, hat nachher auch das Wissen dazu. Und deswegen ganz entscheidend hierbei: Immer bereits bedenken: Jede Person, die irgendeine Form von Information, Ratschlag, Beratung, wie auch immer, bietet, es muss immer zum Zeithorizont und zur Richtung passen.

Niels Brabandt

Und dann ist die Frage immer: Wonach wähle ich jetzt die richtige Person aus? Und da passieren unfassbar viele Fehler. Und das ist auch wirklich ein Knackpunkt, der wirklich von vielen Leuten dann von vielen Leuten bemängelt wurde, die gesagt haben, also ich zitiere im O-Ton aus einer Mail, wo es heißt, lassen Sie mal kurz nachschauen. Also das ist wirklich... Da hat jemand geschrieben: "Na ja, wir suchten dringend einen Vertriebstrainer" und wer wurde halt geholt? Ein Kumpel vom Geschäftsführer. Und der war auch noch grottenschlecht. Aber die kannten sich halt. Als wir es kritisiert haben, wurde es nicht zugehört und dann ist ja auch schon irgendwas gebucht worden. Jetzt machen wir das halt. Und die meinten, ein Tag war mehr Zeitverschwendung als der andere. Und als dann gesagt wurde: "So haben wir uns das nicht vorgestellt, das haben wir ja auch gesagt von den zwölf Tagen, hätten wir uns alle zwölf schenken können", war dann die Antwort der Geschäftsführung: "Ja, dann machen wir zukünftig gar nichts mehr." Also wenn Sie jetzt so undankbar sind, dann brauchen wir... dann ist es oft... dann passt es halt nicht zu uns. Dann müssen Sie sich irgendwie selber fortbilden, müssen ein bisschen rumgoogeln, wie auch immer.

Niels Brabandt

Also wichtig ist immer erstmal eins von den Kriterien. Es ist natürlich völlig okay, man schaut: Habe ich ein Netzwerk? Bekomme ich eine Empfehlung daraus? Aber wichtig ist, es wird natürlich geschaut: Ist dann die Person auch wirklich erstmal von der Erfahrung her passend?

Niels Brabandt

Wir haben einfach eine Situation. Wir haben heutzutage Leute, die haben eine Tätigkeit ein Jahr gemacht, wenn überhaupt, und gehen dann direkt in die Beratung von irgendwelchen Seniorenpositionen, weil sie glauben, sie können bereits alles. Also Erfahrung heißt wirklich: Bin wer, dann wer. Ich habe selber damals in der Pharmabranche, also ich habe Lehramt damals studiert, danach bin ich in die Pharmabranche gegangen, dann habe ich für einen Tech-Konzern gearbeitet, habe meine eigene Firma aufgebaut und verkauft. Diese Erfahrung, natürlich mit allem, was dazugehört: Führung, Vertrieb, Kommunikation, Konfliktmanagement, Projektmanagement, Pipapo, was ich selber gemacht habe, das kann ich entsprechend auch vermitteln. Im Bereich KI bin ich dabei, da wurde es noch nicht mal KI genannt. Also das ist halt einfach eine Sache, die habe ich von Beginn an mitgemacht. Und wenn dann Leute sagen: "Na ja, ich habe jetzt... wie heißt das, dieses AI? Das habe ich noch nicht so, aber ich lese mich da mal ein, ja? Am besten noch ohne Nachweise." Dann schön mit viel Selbstbewusstsein irgendeinen Gedankenrülps heraushauen und dann sagen: "Ich bin der perfekte Keynote-Speaker für Ihre Konferenz." Das haben wir leider viel zu viel. Wir brauchen Menschen mit realer Erfahrung. Und nebenbei seien wir doch mal ehrlich: Wenn Sie merken, wenn Sie Leute vor sich stehen haben, im Gespräch merken Sie nach fünf Minuten, wenn die Person ein Buch gelesen hat und nie real am Telefon saß, um mit Menschen zu verhandeln. Ich habe jetzt gerade vorgestern ein Seminar gegeben zum Thema Mitarbeitendengespräche. Sie merken sofort, ob Menschen Mitarbeitendengespräche schon mal gemacht haben oder ob Menschen irgendwo ein Buch gelesen haben und keinen einzigen Praxisfall entsprechend nennen können.

Niels Brabandt

Und deswegen wichtig, und ich weiß, da wird immer wieder gestritten, aber einfach meiner Ansicht nach, weil Leute auch keine Lust darauf haben, das zu machen. Neben der Erfahrung ist eben eins auch wichtig, nämlich eine Qualifikation. Das muss nicht zwingend ein Uni-Abschluss sein. Das kann eine Ausbildung sein, kann ein Meisterbrief sein, kann ein Uni-Abschluss sein, Bachelor oder Master oder Promotion. Das können aber auch Zertifikate sein, aber eben nicht das Kartoffelstempel-Zertifikat, was man sich selber nach einem YouTube-Kurs ausgedruckt hat. Das ist nämlich ehrlich gesagt nichts wert. Da gab es keine Tests, da gab es keine Leistungsnachweise. Man hat auf Play gedrückt, das Video bis zum Ende geschaut, eventuell sogar ohne Vorspulen. Ob man überhaupt anwesend war, ist gar nicht kontrolliert worden. Und am Ende gab es ein Zertifikat per Mail. Das ist nichts wert.

Niels Brabandt

Und deswegen wichtig: Qualifikationen sind Dinge, die dann auch anerkannt sein müssen. Wenn Leute mir immer noch erzählen: "Ich mache es ja nun regelmäßig, sodass ich bei Projekten auch mit anderen freiberuflichen Personen zusammenarbeite." Und wenn Leute mir sagen: "Ja, also meine Fortbildung dieses Jahr, ich war auf der Messe und habe da Vorträge gehört." Ach so, also Sie sind zugangsfrei mit einem kostenlosen Ticket auf eine Messe gegangen, haben sich ab und zu mal ins Publikum gesetzt. Mensch, top. Das ist ja eine wahnsinnige Fundierung. Und das einen von drei Messetagen. Wahnsinn. Doch so viel. Klasse. Wer hätte das jetzt gedacht? Deswegen: Die Qualifikation muss am Ende eben auch fundiert sein. Und das heißt eben wissenschaftlich fundiert. Und insbesondere bei so etwas wie Seminaren müssen Sie eine methodisch-didaktische Qualifikation haben.

Niels Brabandt

Wenn Leute mir noch ein einziges Mal erzählen: "Ja, wissen Sie, Herr Praband, im Thema Erwachsenenbildung? Ich bin pädagogisch qualifiziert." Das ist eine tolle Aussage, insbesondere weil Päd, das Kind, eben nicht auf Erwachsenenbildung ist. Wir sind hier oft nicht in der Pädagogik, wir sind in der Andragogik, also die Erwachsenenbildung. Heißt im Klartext: Wir müssen wissenschaftliche Fundierung, die es auf verschiedenen Art und Weisen gibt. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wissenschaftliche Qualifikationen heute nachzuweisen. Da kann mir auch keiner ankommen mit: "Das kann ich mir nicht leisten." Es gibt heute Universitätskurse, die beginnen bei 49 Euro. Wenn Leute sagen, dass sie sich das nicht leisten können, während sie in diesem Markt arbeiten, dann sind Sie, muss man ganz klar sagen, auch wirtschaftlich nicht sicher genug dabei, dass jemand Sie tatsächlich anheuern kann, ohne echte Risiken einzugehen, die man nicht eingehen möchte.

Niels Brabandt

Und dann kommt eine Sache noch dazu, neben den Kriterien, wenn wir das Ganze umsetzen. Wenn man jetzt Leute kennenlernt, man macht dann ja meistens ein Kennenlerngespräch. Auf eins müssen wir nun mal auch achten, nämlich: Ist die Person einigermaßen? Und ich möchte es... also ich nehme hier als Oberbegriff bei der Umsetzung jetzt die Unterhaltsamkeit, aber es geht nicht darum, dass Leute krachend witzig sind. Es geht nicht darum, dass Leute Entertaining hoch zehn machen. Aber können Sie Leuten überhaupt mal zehn Minuten zuhören, ohne zu sagen: "Ja, der liest jetzt auch Folien vor." Macht ja nichts. Ich kann ja während des Seminars meine... warten Sie mal kurz, ich mache mal ganz kurz mein Video aus wegen der Bandbreite. So, jetzt kann ich schön meine Mails nebenbei machen. Merkt ja jetzt keiner. Und dann sage ich: "Am Ende haben Sie Seminar gemacht."

Niels Brabandt

Das heißt also: Wichtig ist, es muss natürlich geschaut werden: Ist das Ganze so, dass man auch sagt: "Wenn wir hier Dienstleistungen haben"... Beispiel: Wenn Sie ein Seminar haben... Ich hatte mit einem Kunden, die haben ein Fünf-Tages-Seminar gebucht. Wenn Sie einer Person fünf Tage von acht bis oder in dem Fall von neun bis sechzehn Uhr zuhören müssen, das muss schon eine Person sein, die wissen, wie das... die weiß, wie das geht. Das ist aufwendig, das lernen Sie nicht über Nacht. Auch ich habe das über jahrelanges über jahrelangem Training gelernt. Aber Tatsache ist der Faktor, dass Sie Leute für Wissen begeistern müssen. Das Wissen zu haben und das Wissen zu transportieren, sind zwei verschiedene Dinge.

Niels Brabandt

Und immer wieder, wenn jetzt Leute sagen: "Na ja, aber... ist ja nun schon so, dass es auch sehr langweilige Professoren gibt oder Professorinnen, Professoralpersonen." Hatte ich an der Uni auch. Ja, nur was damals gesagt wurde, wenn ich sagte: "Meine Güte, wir sind hier im Bereich... ähm wir wir wir sind hier im Bereich Lehramtsausbildung und die Leute stehen vorne und lesen Folien vor, während Sie mir erklären wollen, wie Sie Unterricht aufbauen wollen. Das passt ja irgendwie nicht ganz zusammen." Da wurde halt dann gesagt, und das ist auch ein durchaus valides Argument, da wurde halt gesagt: "Herr Praband, Sie sind hier in Deutschland im Bereich von freier Bildung. Das ist ein absoluter Massenbetrieb. Die universitäre Gebühr, die Sie hier bezahlen, waren damals keine 500 Euro im Jahr, sondern deutlich, deutlich weniger. Also für unter 50 Euro im Monat bekommen Sie hier professorales Niveau. Sie müssen halt das nehmen, was da ist." Und das ist durchaus ein Grund, den man nachvollziehen kann. Der ist nicht schön. Auch da gab es welche, die haben sich trotzdem sehr reingehängt, einige aber auch nicht. Aber schlichtweg: Wenn jemand halt sagt: "Ich nehme halt den billigsten Weg." Wenn Sie besserwertige Dienstleistungen erwerben, es ist schon so, dass Invest und das, was Sie bekommen, in einer Korrelation stehen. Da ist ein ganz klarer Zusammenhang. Wenn Sie halt sagen: "Sie nehmen den billigsten Weg", dann bekommen Sie auch das Billigste mit der schlechtesten Erreichbarkeit oder gar keiner. Und dann sind eventuell auch Leute da, die eben sagen: "Ich mache das hier auf dem schmalen Taler als externe Lehrperson. Ich stelle mich hier hin, lese die Folien vor." Und wenn Sie dann sagen: "Ihnen gefällt es nicht", wenden Sie sich vertrauensvoll eben an die nächste Ziegelmauer.

Niels Brabandt

So, das heißt also: Der Faktor Entertaining, dass Leuten auch zugehört werden kann, ist eben auch ein wichtiger Faktor neben dem Punkt, der passen muss, nämlich: Passt es persönlich zu mir? Manche Personen, da sagt man einfach: "Es passt einfach nicht." Man lernt... wichtig jetzt dieses Persönliche und da muss man eins... da muss man eins haben: Wenn Sie im Bereich der unbewussten Voreingenommenheit, nennt man Unconscious Biases, nicht aus Ford weitergebildet sind, dann machen Sie das bitte vorher, weil ansonsten werden Sie immer sagen: "Ja, also persönlich passen nur die zu mir, die mir auch gefallen."

Niels Brabandt

Also ich bin als Führungskraft jemand, ich bin auch gerne mal laut und autoritär, das muss auch mal sein. Also wenn jetzt ein Trainer sagt: "Man muss da irgendwie Mitarbeitende beteiligen, das passt nicht zu mir." Nein. Also das ist... es passt... ist einfach kein persönlicher Fit dann. Also es muss schon eine Person sein, die auch sagt, dass man autoritär und laut sein darf. Das ist nicht persönlicher Fit. Das ist einfach Willkürlichkeit. Und wenn Sie dann sagen: "Sie holen noch jemanden aus Ihrem eigenen sogenannten Netzwerk", was Sie damit meinen, ist Klüngel. Was Sie sich holen, ist ein Mietmaul. Nichts anderes. Und das erlebt man leider an aller Regelmäßigkeit. Wie... also die Anzahl der Mandate, wo ich dann irgendwo saß, teilweise als Trainer, und dann kommt eine große Beratungsfirma rein und ein Vorstand sagt: "Ja, also meiner Ansicht nach sollten wir ja einen Standort eröffnen in dem und dem Land, aber ich gebe mal an die Beratungsfirma, ob das wirklich so ist, weiß ich ja nicht. Gucken Sie mal, was sie decken." Und rein zufällig wurde dem Vorstand dann von der Beratungsfirma zugestimmt. Wer hätte es gedacht?

Niels Brabandt

Ja, und deswegen dieser Personal Fit. Dieser Personal Fit, der muss da sein, aber der muss so da sein, dass man sagt: "Es kann auch sein..." Das hatte ich in meinem Leben auch schon. Ein Mentor, wo ich gesagt habe: "Aus Großbritannien." Wir sind nachher sogar gut befreundet gewesen. Am Anfang dachte ich: "Ganz schön britisch, ganz schön, ganz schön nüchtern." Ist jetzt persönlich so ein halber Fit, aber er hat die Erfahrung, er hat das Wissen, er hat die Qualifikation, er hat den wissenschaftlichen Hintergrund und ich kann dem schon zuhören, aber persönlich so ein halber Fit. Und am Ende war es die beste Entscheidung überhaupt. Also man kann halt nicht sagen: "Nur Leute, die mir mundgefällig nachplappern und bei denen ich alles irgendwie super finde, die alles nur so sagen, wie ich will, die nehme ich dann." Deswegen: Es darf halt nicht so ein Filter werden, dass Sie halt sagen: "Wissenschaft mir egal, Hauptsache jemand redet mir nach dem Mund." Das ist der persönliche Fit.

Niels Brabandt

Und deswegen: Das muss dann aber auch bitte ganz transparent gemacht werden. Seien Sie bitte nicht die Person, die mit Leuten spricht und sie dann ghostet. Wenn Sie jetzt sagen: "Hey, wir haben uns drei angeschaut, die Person hat am besten gepasst." Dann bitte auch die Person entsprechend ansprechen und sagen: "Mit der machen wir das." Und den anderen beiden sagen Sie bitte auch ab. Menschen können mit einem Nein leben und wenn sie es begründen, noch viel besser. Aber wenn Sie halt sagen: "Ja, wir machen das nicht mit Ihnen." Wissen Sie, der andere hat... hat dem Vertriebsleiter besser gefallen, denn der lag da mehr auf Linie. Ach so, Mietmaul. Ja, klasse. Oder wenn Sie so etwas sagen wie: "Ja, wir wollten eigentlich einen Externen suchen. Danke fürs Zuschicken des Profils und so, aber wir gucken jetzt erst mal in unserem eigenen Klüngel so ein bisschen und holen da Leute um, um auch einfach Geld zu sparen und ein bisschen billigere Leute zu nehmen. Sie sind ja doch recht teuer." Klasse.

Niels Brabandt

Die beste Variante natürlich ist, wenn Sie einen Vertriebstrainer suchen, nehmen Sie den, der ganz billig ist und damit schon selber belegt, dass man marktübliche Preise gar nicht durchsetzen kann, der aus der blanken Theorie kommt, der Ihnen nach dem Mund redet, der von keiner Ihrer Leute ernst genommen wird und wo Sie als Punkt fünf, ganz wichtig, jegliche Zeit verschwenden werden. Und übrigens: Alles persönlich schon erlebt. Und dann, wenn man fragt: "Könnte ich dazu bitte mal eine Begründung haben?" Nicht antworten. Also Ghosting. Erst hart übergriffig mit hart unprofessionell und dann noch Ghosting einfach völlig daneben, komplett von A bis Z abgeräumt.

Niels Brabandt

Und deswegen: Die richtige Beratung, das richtige Stück Wissen bekommen Sie dann, wenn Sie sagen: "Sie gucken auf jeden Fall, was benötigen Sie, Zeit und Richtung ausmachen." Dann gucken: Passen Erfahrung, Qualifikation, wissenschaftlicher Hintergrund? Das ist unabdingbar wichtig. Heute haben Sie so viele Leute, die sagen: "Sie wissen alles zu allem mit kein bisschen Nachweis." Übrigens: Wenn jetzt jemand sagt: "Praband, was hast du..." Gucken Sie gerne auf meinen LinkedIn unter Bildung. Gucken Sie gerne unter Erfahrung. Gucken Sie, was ich gemacht habe. Schauen Sie sich es gerne an. Bin da gerne bereit zu diskutieren. Und dann gucken Sie: Passt es persönlich? Kann man der Person zuhören? Und ist Transparenz dann auch so weit gegeben, dass Sie halt sagen: "Hier machen wir es, hier machen wir es nicht." Dann wissen alle Bescheid. Dann wird nicht nur Ihre Organisation besser dastehen, sondern auch Sie selber. Und dann bekommen Sie das beste Ergebnis und das richtige Stück Wissen und Erfahrung genau so, wie Sie es brauchen.

Niels Brabandt

Ich wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung. Und wenn Sie jetzt sagen: "Das würde ich gerne noch mal ein bisschen mehr besprechen." Sehr gerne. Kontaktieren Sie mich jederzeit gerne. Also erst mal, wenn Sie mir gerade auf YouTube zuschauen, gerne ein Like dalassen, gerne auch entsprechend den Kanal abonnieren und gerne natürlich auch einen Kommentar dalassen. Freue mich jederzeit, wenn wir da entsprechend in Diskussion treten. Gerne auch, wenn Sie mir auf Apple Podcast, Spotify zuhören, Review dalassen, gerne fünf Sterne. Freue mich hier drüber. Vielen Dank auch dafür.

Niels Brabandt

Und natürlich gerne diesen Kanal, also Podcast oder Videocast oder beides gerne auch empfehlen in Bekanntschaft, Verwandtschaft, Freundschaftskreis, gerne auf Social Media, auch online, offline, egal wo. Wir freuen uns da jederzeit hier über Empfehlungen, denn wir machen das Ganze hier ohne Berechnung, stellen das gerne bereit, stecken da viel Arbeit rein, auch in der Recherche. Von daher: Das jederzeit gerne entsprechend teilen.

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Eine Sache, wie versprochen: Auf YouTube, die gibt es nur auf YouTube. Jeden Tag im Schnitt möchte ich einen Führungstipp mindestens rausgeben, also im Schnitt einen pro Tag. Das heißt 365 im Jahr. Bisher sind wir da voll auf Plan. Deswegen die YouTube Shorts. Es lohnt sich also bei YouTube nicht nur, den Kanal zu abonnieren. Setzen Sie die kleine Glocke, dann bekommen Sie ein einziges Mal am Tag im Schnitt, also gar nicht mal so wahnsinnig häufig, eine kurze, eine kurze Info auf Ihr Smartphone oder an Ihrem Rechner, wo es dann heißt: "Hier, da ist was." Und auch das vollständig ohne Berechnung.

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Und zum Schluss: Das ist immer wichtig. Das Wichtigste ist immer: Anwenden, anwenden, anwenden von dem, was Sie gehört haben. Denn nur wenn Sie anwenden, was Sie gehört haben, werden Sie die positiven Aspekte auch sehen, die Sie in Konsequenz in Ihrer Organisation haben möchten und auch natürlich in Ihrem persönlichen Leben.

Niels Brabandt

Und deswegen bleibt mir zum Schluss des Podcasts, genauso wie zum Ende des Videocasts, nur noch eins zu sagen, nämlich: Vielen Dank für Ihre Zeit.

Niels Brabandt